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Nachweis außergewöhnlicher Belastungen durch amtsärztliches Attest

 

Kosten zur Beseitigung einer konkreten Gesundheitsgefährdung kann das Finanzamt als außergewöhnliche Belastungen steuermindernd berücksichtigen. Voraussetzung ist allerdings u.a., dass die Gesundheitsgefährdung durch ein vor Durchführung der Maßnahme erstelltes amtliches Gutachten nachgewiesen wird. Ohne amtsärztliches Gutachten sind die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen.

Diesen Grundsatz hat der Bundesfinanzhof (BFH) jetzt für Kosten im Zusammenhang mit einer sog. Multiple Chemical Sensitivity (MCS) bestätigt. MCS ist zwar eine schwere Krankheit, tritt jedoch relativ selten auf. Zur Diagnose gibt es derzeit keine spezifischen diagnostischen Marker. Daher müssen alle anderen Krankheiten mit vergleichbarer Symptomatik durch differenzialdiagnostische Methoden ausgeschlossen werden (Ausschlussdiagnostik). Die Steuerzahlerin hatte im Streitfall vorgetragen,   sie  leide    aufgrund    einer    MCS     an    verschiedenen

gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die auf Verunreinigungen in der Atemluft zurückzuführen seien - wahrscheinlich im häuslichen Bereich. Dadurch seien ihr als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigende Umzugskosten entstanden.

Diese Umzugskosten hat der BFH nicht anerkannt. Die Steuerzahlerin hat selbst angeführt, welche Schwierigkeiten die Feststellung der Ursachen für die Krankheit mit sich bringt. Gerade deshalb verlangten die Richter aber einen qualifizierten Nachweis, um die Inanspruchnahme ungerechtfertigter Steuervorteile zu Lasten der Allgemeinheit zu verhindern. Die Bedenken der Betroffenen, ein Amtsarzt sei nicht einschlägig spezialisiert, teilen die Richter nicht: Der eingeschaltete Amtsarzt könne sich ggf. durch Nachfrage bei anderen Stellen ein eigenes medizinisches Urteil bilden.

Hinweis: Für privat veranlasste Umzugskosten kann ab 2006 aber immerhin die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen in Höhe von 20 % der Kosten, höchstens 600 EUR in Anspruch genommen werden. Nachweisen muss man diese Kosten anhand einer Rechnung des Umzugsunternehmens und durch einen Beleg des Kreditinstituts - Barzahlungen erkennen die Finanzämter nicht an!